04.12.2020

Konventionen zur Struktur von Namensräumen in der GDI Brandenburg

Gemäß bestehender Verordnungen zur Durchführung der INSPIRE-Richtlinie (2007/2/EG) ist für sämtliche von INSPIRE betroffene Geodaten und Metadaten eine Eindeutigkeit bei der Identifizierbarkeit sicherzustellen. Basis hierfür sind eindeutig festgelegte Namensräume.
Die ressortübergreifende Kontaktstelle GDI-DE im Land Brandenburg hat ein Dokument erarbeitet, dass den INSPIRE-Anforderungen folgend die Konventionen und Empfehlungen für die Struktur von Namensräumen für alle Angebote in der Geodateninfrastruktur im Land Brandenburg formuliert. Das Dokument beschreibt die Anwendungsfälle INSPIRE-Objektidentifikatoren, INSPIRE-Codelisten und Ressourcenidentifikatoren. Die Namensräume werden in der GDI-DE Registry verwaltet.
Das Dokument wurde (in der Version 1.0) den Mitgliedern des IMAGI Brandenburg auf der 23. Sitzung am 25. Mai 2020 vorgelegt. Die IMAGI-Mitglieder haben das Dokument zur Kenntnis genommen und in den Ressorts, auch mit dem nachgeordneten Bereich, abgestimmt.
Zu dem vorliegenden Dokument wurde nun zudem eine technische Implementierungshilfe erarbeitet. Es beschreibt die konkret notwendigen Schritte, um die Vorgaben zu Namensräumen für bereits bestehenden Geodaten, Diensten und Metadaten zu implementieren.
Beide Dokumente stehen im Geoportal Brandenburg zum Download bereit.

Hintergrund-Info

Namensräume bilden die Grundlage für eine eindeutige Identifizierung von Objekten. Innerhalb eines Namensraumes darf ein Objekt immer nur einmal vorkommen, der Namensraum legt somit den Geltungsbereich eines Namens fest. Die Eindeutigkeit eines Objektes ergibt sich aus dem Zusammenspiel eines Namensraumes (namespace) mit einem Objektschlüssel (codespace / local ID), ggf. erweitert um eine Versionsangabe. In einem Register werden die eindeutigen Namensräume angelegt und verwaltet. Sie können hierarchisch gegliedert sein und entsprechen einer eindeutigen URL.

Im Auftrag
Ihre Kontaktstelle GDI-DE im Land Brandenburg

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