Glossar

ALB

Das Automatisierte Liegenschaftsbuch (ALB) ist ein Bestandteil des Liegenschaftskatasters. Es wurde aus dem früher manuell geführten Katasterbuchwerk entwickelt und enthält dessen Inhalt in digitaler Form. Im ALB sind die Daten sämtlicher Flurstücke gespeichert. Das ALB gliedert sich nach Gemarkungen, Fluren und diese wiederum in Flurstücke und enthält auch personenbezogene Daten, die dem Datenschutz unterliegen.

ALK

Die Automatisierte Liegenschaftskarte (ALK) ist der vermessungs- und kartentechnische Teil des Liegenschaftskatasters. ALK und ALB bilden Zusammen das Liegenschaftskataster und dienen als Grundlage für viele andere Datensammlungen, wie zum Beispiel Baulasten-, Altlasten-, Landschafts- und Naturschutz-Datenbanken.

ALKIS

Das Amtliche Liegenschaftskatasterinformationssystem ist ein von der AdV entwickelter Standard zur Integration von ALB und ALK in ein einheitliches Datenmodell in Analogie zu ATKIS. Damit wird ein bundeseinheitlicher Standard zur Führung der amtlichen Geobasisdaten geschaffen, der die internationalen Normen der ISO/TC 211 berücksichtigt. ALKIS ist ein Bestandteil des AAA-Referenzmodells.

ATKIS

Das Amtliche Topographisch-Kartographische Informationssystem (ATKIS) ist ein Basisdatenbestand, der digitale topographische Geodaten in einem bundesweit einheitlichen Format führt. ATKIS beinhaltet folgende Komponenten: Digitale Landschaftsmodelle (DLM), Digitale Geländemodelle (DGM), Digitale Topographische Karten (DTK), Digitale Orthophotos (DOP). ATKIS wird auf das ALKIS-Datenmodell abgestimmt.

Digitalisieren

Konvertieren analoger Daten (z.B. Papierkarten) in digitale Form, normalerweise in kartesische Koordinaten. Dies kann mit Hilfe eines Tabletts und eines von Hand geführten Cursors oder eines Scanners geschehen; vgl. Vektordaten, Rasterdaten.

direkter Raumbezug

(Georeferenzierung) Zuordnung zu einem Ort auf der Erdoberfläche durch Angaben von Koordinaten.

DKM

heißt "Digitales Kartographisches (Landschafts-)Modell" und ist ein Teil von ATKIS. Das DKM diente dem Ziel, topographische Karten (Topographie) verschiedener Maßstäbe automatisch aus dem DLM abzuleiten.

DLM

Digitales LandschaftsModell. Als Modellkomponente von ATKIS beinhaltet das DLM die in ATKIS geführten Landschaftsbestandteile in vektorieller Form. Die Beschreibung der Topographie erfolgt in einem Objektartenkatalog (OBAK).

DXF

Digital eXchange Format (digitales Austauschformat). Ein von Autodesk entwickeltes Datenformat, das ursprünglich für die Datenübertragung zwischen CAD-Systeme konzipiert wurde. Aufgrund seiner Einfachheit wird es jetzt auch häufig zum Datenaustausch zwischen GIS-Systemen verwendet, obwohl es eine Reihe von Beschränkungen aufweist.

Fachdaten

Anwendungsspezifische Daten eines Fachanwenders. z.B. Leitungsdaten eines Versorgungsunternehmens oder Sachdaten. Zu den Fachdaten können auch Ergänzungen der amtlichen Geobasisdaten zählen, die durch den Anwender selbst erfasst werden.

indirekter Raumbezug

Zuordnung zu einem Ort auf der Erdoberfläche durch Angaben wie z.B. Adresse, Kreis, Regierungsbezirk o.ä.

Kartographie-CAD

(Computer Assisted Cartography) Einsatz der grafischen Datenverarbeitung für die interaktive und automatische Bearbeitung und Generalisierung von numerischen Daten oder digitalisierten/gescannten Vorlagen. Herstellung von topographischen Karten (Straßen- und Siedlungsflächen, Gelände und Gewässer) und thematischen Karten (bodenkundliche, geologische, hydrologische, demographische Karten u.ä.)

Kataster

Ein Datensatz mit Informationen über Landeigentum und -rechte. Enthält normalerweise Karten und Beschreibungen einzeln identifizierter Landparzellen. Für jede einzelne Parzelle sind juristische Informationen wie Eigentümer, Grunddienstbarkeit und Hypotheken eingetragen.

Koordinaten

Zahlen, die den Standpunkt eines Punktes im Verhältnis zu einem Ursprungspunkt angeben. Kartesische Koordinaten drücken den Standort zwei- oder dreidimensional als senkrechte Entfernung von zwei oder drei orthogonalen Achsen aus.

Maßstab

Verhältnis von Naturmaß zu dessen kartographischer Abbildung.

Metadaten-Informationssystem

Auskunftssystem über vorhandene Datenbestände

Nationale Geodatenbasis

Kernbestandteil einer Geodateninfrastruktur, bestehend aus Geobasisdaten, Geofachdaten und Metadaten

Orthophoto

Ein Orthophoto ist ein durch Transformation auf ein orthogonales Koordinatensystem entzerrtes Luftbild.

Projektion

mathematisch definierte Abbildungsvorschift von sphärischen Koordinaten (Erdoberfläche) in ein planares Koordinatensystem (Karte).

Rasterdaten

Mit Rasterdaten bezeichnet man in Matrixform (Zeilen*Spalten) vorliegende digitale Daten. In der GIS-Welt sind das in der Regel Bilddaten (Rasterbilder) mit einem geographischen Bezug. Die einzelnen Bildelemente heißen Pixel. Es kann sich jedoch auch um beliebige andere numerische Informationen handeln (z.B. Messwerte), die einer Rasterfläche zugeordnet sind. In diesem Falle nennt man die einzelnen Elemente Rastermaschen.

Rasterformat

Austausch- oder Speicherformate für Rasterdaten. Das derzeit gebräuchlichste Austauschformat ist TIFF. Weitere sind z.B. GIF PCX und BMP. Welche R. verwendet werden, hängt davon ab, um welche Art von Rasterdaten es sich handelt (Binär-, Grauwerte etc.).

Räumliche Analyse

ist ein Prozeß, in dem analytische Techniken an Datensätzen mit geographisch bezogenen Informationen angewendet werden, um neue geographische Informationen zu extrahieren oder zu erstellen. Die räumliche Analyse kann zur Darstellung von komplexen geographischen Wechselwirkungen angewendet werden und dient auch zur Bestimmung der Eignung eines Standortes und der Prognose zukünftiger Ereignisse. Obwohl die gesamte analytische Technik sehr kompliziert erscheint, besteht sie im allgemeinen nur aus einer Kombination von einfachen Techniken, die in der entsprechenden Reihenfolge angewendet werden müssen.

Räumliches Bezugssystem

Summe von Definitionen (Koordinatensystem, Paßpunkte, Blattschnitte), die die Systematik des Lagebezugs räumlicher Objekte in einem GIS ordnen.

Topologie

Topologie beschreibt die nichtmetrischen räumlichen Verbindungen zwischen Objekten auf beliebig geformten Körpern.

Toponym

Ortsbezeichnung, Name für Örtlichkeit, v.a. in der Kartographie zur Bezeichnung des raumbezogenen Namensgutes verwendet.

AAA

AAA steht für AFIS (Amtliches Festpunktinformationssystem), ALKIS (Amtliches Liegenschaftskatasterinformationssystem) und ATKIS (Amtliches Topographisch-Kartographisches Informationssystem). Dieses Projekt der AdV ist die bundesweit einheitliche Darstellung und Beschreibung der Informationen der Geotopographie und des Liegenschaftskatasters.

AFIS

Das Amtliche Festpunktinformationssystem (AFIS) ist ein Informationssystem der Vermessungsverwaltungen der Länder mit Angaben zu den Lage-, Schwere- und Höhenfestpunktfeldern.

Altlastenkataster

Für die Erfassung und Analyse von Altlasten müssen vielfältige Information mit Raumbezug zusammengetragen werden, die im Altlastenkataster zusammengefasst sind.

Amtliches Bezugssystem

Das amtliche Bezugssystem wird durch landesweite Lage-, Höhen- und Schwerefestpunktfelder realisiert und bildet die Grundlage für sämtliche raumbezogenen Informationssysteme sowie für alle öffentlichen Vermessungen des Landes.

ATKIS-Objektartenkatalog

Der Objektartenkatalog (ATKIS-OK) von ATKIS gliedert die Landschaft nach vornehmlich topographischen Gesichtspunkten und legt damit die Darstellungen von Landschaftsobjekten fest, die im ATKIS-DLM gezeigt werden. Den Objekten werden weitere (z.B. fachliche) Attribute zugeordnet, sodass auch eine feinere Differenzierung der Sachverhalte möglich ist. Neue Objektarten und Attribute können zum ATKIS-OK ergänzt werden.

ATKIS-Signaturenkatalog (ATKIS-SK)

Der Signaturenkatalog (ATKIS-SK) legt die kartographische Modellierung des DKM (auch im Bezug auf den ATKIS-OK) fest.

Baulastenverzeichnis

Baulasten sind öffentlich-rechtliche Verpflichtungen des Grundstückseigentümers, bestimmte Dinge auf seinem Grundstück zu tun, zu dulden oder zu unterlassen. Sie werden im Baulastenverzeichnis verzeichnet. Das Baulastenverzeichnis ist ein öffentlich zugängliches Buch, das bei den unteren Baubehörden geführt wird. Im Liegenschaftskataster sind - durch nachrichtliche Übernahme - Hinweise auf Baulasten enthalten.

Bauleitplanung

Die Bauleitplanung ist eine Form der Raumplanung, die kommunalen Behörden unterliegt. Sie ist im BauGB geregelt.

Bebauungsplan

Der Bebauungsplan (B-Plan) wird auch Verbindlicher Bauleitplan genannt. Er hat sich an die Vorgaben des übergeordneten Flächennutzungsplans (FNP) zu halten. Der B-Plan ist großmaßstäbig und legt Details zur Bebauung fest. Als einziges Instrument der Raumplanung ist der Bebauungsplan auch für den einzelnen Bürger verbindlich.

Bessel-Ellipsoid

Das Bessel-Ellipsoid ist ein Referenzellipsoid, dass für Mitteleuropa (insbesondere Deutschland) bestangepasst an die Erdoberfläche ist. Es wird u.a. als Bezugskörper für die Kartenprojektion nach Gauß-Krüger-Koordinaten verwendet.

Bildverarbeitung

Die Bildverarbeitung dient der Aufbereitung von digital gespeicherten Bildern. Sie erfolgt heute weitgehend elektronisch und automatisiert. Üblich ist die Anwendung von Methoden der Bildverarbeitung bei der Georeferenzierung und bei der Übertragung von Rasterbildern in Vektorbilder.

Biosphärenreservat

Biosphärenreservat sind großräumig angelegte, von der UNESCO unter Schutz gestellte charakteristische Kulturlandschaften.

Biotop

Ein Biotop ist räumlich abgegrenzter Teil des Ökosystems mit komplexen Verflechtungen zwischen Tier- und Pflanzenarten. Bestimmte Biotope werden in Deutschland und der Europäischen Union geschützt, beispielsweise in Natura2000-Gebieten.

BKG

Das Bundesamt für Kartographie und Geodäsie ist eine Bundesbehörde des Bundesministerium des Innern. Sie erfüllt Aufgaben auf dem Gebiet des Geoinformationswesens und der Geodäsie, für die der Bund gesamtstaatliche Aufgaben wahrnimmt.

Blattschnitt

Der Blattschnitt wird zur systematischen Einteilung von Kartenwerken verwendet. Kartenschnittlinien ergeben sich aus geographischen Netzlinien. GIS strebt eine blattschnittfreie Speicherung an.

Bodenrichtwert

Der Bodenrichtwert ist der durchschnittliche Lagewert des Bodens für eine Mehrheit von Grundstücken, für die im Wesentlichen gleiche Nutzungs- und Wertverhältnisse vorliegen. In Brandenburg werden Bodenrichtwerte jährlich mit Stichtag 1. Januar anhand der bei den Gutachterausschüssen geführten Kaufpreissammlungen und anderen Informationen abgeleitet. Sie dienen insbesondere zur Wertermittlung von Immobilien.

Breitengrad

Ausgehend vom Äquator (0°) ist die Erde nach Norden und Süden in jeweils 90 Breitengrade unterteilt. Jeder Punkt auf der Erdoberfläche lässt sich somit einer geographischen Breite zuordnen.

BUND

Der Bund für Umwelt und Naturschutz e.V. (BUND) ist ein Verein, der sich für den Umwelt- und Naturschutz einsetzt. Dies geschieht sowohl durch Aktionen und Aufklärung der Bevölkerung als auch durch Einflussnahme in der Politik.

Bund der öffentlich bestellten Vermessungsingenieure (BDVI)

Der Bund der öffentlich bestellten Vermessungsingenieure (BDVI) ist ein freiwilliger Zusammenschluss von etwa 1.300 öffentlich bestellten Vermessungsingenieuren in Deutschland und vertritt deren Interessen. Der BDVI ist als Bundesverband in das Vereinsregister eingetragen und beim Deutschen Bundestag als Gesprächspartner der Parlamentarier registriert.

Capabilities

Capabilities sind die beschreibenden Angaben eines Dienstes im XML-Format, welche u.a. die allgemeinen Nutzungsangaben sowie die Operationen und Inhalte eines Dienstes enthalten.

Cascading Map Server

Ein Cascading Map Server (kaskadierend: verkettet, verbunden) verbindet die Inhalte verschiedener einzelner WMS-Dienste zu einem Dienst. Er verhält sich dabei gegenüber den angeschlossenen WMS wie ein Client (Benutzer) und dem eigentlichen Anwender gegenüber wie ein WMS-Dienst. Es ist dadurch auch möglich, Formate und Projektionen über den Cascading Map Server zur Verfügung zu stellen, die von den einzelnen WMS-Diensten nicht unterstützt werden.

Client

Der Client ist ein benutzerseitiges Anwendungsprogramm (auch Anwendung oder Application genannt). Er verschickt Anfragen (request) an den Server eines Anbieters, welcher ihm durch das Senden von Daten antwortet (response).

CEN

Das Comité Européen de Normalisation (CEN) ist das europäische Normungsinstitut, das der deutschen DIN und der internationalen ISO entspricht.

CS-W

Ein Web Catalog Service ist ein Katalogdienst, der die Recherche nach Geodaten, Geodiensten und Geoanwendungen unter Berücksichtigung fachlicher, zeitlicher und räumlicher Kriterien ermöglicht. Dabei verwaltet ein Katalog nicht die Daten selbst, sondern beschreibende Metadaten. Diese werden in standardisierten Formaten nach ISO-Normen bereitgestellt (ISO 19115/ISO 19119 u.a.)

Data Warehouse

Ein Data Warehouse ist eine Basiskomponente der Nationale-GeoDatenBasis (NGDB) und der GDI-Projekte, die derzeit im Aufbau sind. Der Begriff bezeichnet eine Architektur, die den Zugriff auf möglichst jede interne Datenbank von jedem Arbeitsplatz aus erlaubt.

Datenbank-Managementsystem (DBMS)

Ein Datenbankmanagement-System (DBMS) organisiert eine Datenbank (also eine große, zusammenhängende Menge an Daten). Dabei wird der Zugriff auf Daten kontrolliert, sodass mehrere Nutzer auf die Datenbank zugreifen können, ohne dass es zu Zugriffskonflikten kommt. Eine standardisierte Abfrage ermöglicht Zugriff von unterschiedlichen Anwendungen aus.

Datenmodell

Ein Datenmodell oder auch Datenschema ist die Beschreibung der inneren Struktur und der Beziehungen von Daten, in der Regel mittels eines Diagramms und einem Begleittext. Die Daten sind dabei vollständig und widerspruchsfrei zu beschreiben.

Datentransfer

Ein Datentransfer ist die Übergabe von Daten von einem Datenträger oder Computersystem auf einen anderen. Unterscheidet sich die Zielsoftware von der des Ursprungsdatenträgers ist häufig eine Veränderung des Datenformats notwendig.

Desktop-GIS

Desktop-GIS bietet weniger Funktionalitäten als andere GIS-Typen, ist aber vorteilhaft bei der Verarbeitung von kleinen Datenmengen. Es wird darum von Sachbearbeitern in Kommunalverwaltungen und Ingenieurbüros eingesetzt. Ein typischer Vertreter dieser Programmgruppe ist ArcView.

Deutschland-Online

Deutschland-Online ist die gemeinsame E-Government-Strategie von Bund, Ländern und Kommunen, um gemeinsam Verwaltungsdienstleistungen anzubieten, Portale zur vernetzen und einheitliche Infrastrukturen und Standards zu entwickeln.

DGK5

Die Deutsche Grundkarte (DGK5) ist eine Kombination der Darstellung von Topographie und Eigentumsgrenzen. Sie wird insbesondere für großmaßstäbige Fachplanungen verwendet.

DGM

Ein Digitales Geländemodell (DGM, auch DEM: Digital Elevation Model) ist eine digitale Darstellung der Geländeoberfläche durch miteinander verbunde Stützpunkte, beispielsweise in Form von Dreiecksnetzen oder Rastergittern. Mit einem DGM kann man die Höhe von Geländepunkten bestimmen, Höhenlinienkarten erstellen sowie Volumina und Neigungen berechnen. Das ATKIS-DGM umfasst auch das Digitale Höhenmodell (DHM).

DHDN 1990

Das deutsche Hauptdreiecksnetz 1990 ist eine geodätische Grundlage für den vermessungstechnischen Raumbezug. Bezugsfläche ist das Besselellipsoid, Fundamentalpunkt ist der Hauptdreieckspunkt Rauenberg. Das DHDN 1990 wird in der Landesvermessung verwendet.

DHHN 92

Das Deutsches Haupthöhennetz 1992 ist bezogen auf das Quasigeoid. Die Höhen sind Normalhöhen und werden als Höhen über Normalhöhennull (NHN) bezeichnet. Das DHHN 1992 ist eine geodätische Grundlage für den vermessungstechnischen Raumbezug.

Dienst

Ein Dienst ist allgemein ein Programm, welches ein Computernetzwerk einem Anwender bereitstellt. Im Sinne der Geodateninfrastruktur unterstützen Geodienste den Zugang zu Geodaten, bieten Suchstrategien innerhalb des Datennetzes, ermöglichen die Präsentation von Geodaten (Beispiel: WMS), bieten Analysefunktionen, organisieren den Vertrieb von Geodaten und vieles mehr.

Digitale Signatur

Als Digitale Signatur werden verschiedene Methoden zur eindeutigen Kennzeichnung eines digital vorliegenden Dokumentes bezeichnet. Dabei kann, wie bei einer Unterschrift auf Papier, durch die Signatur ein Zusammenhang zwischen einer natürlichen oder juristischen Person und einem Dokument gezogen werden.

Digitales Höhenmodell

In einem DHM werden Höhenwerte von regelmäßig oder unregelmäßig verteilten Geländepunkten (Stützpunkte) digital gespeichert. Ein DHM ist im DGM enthalten.

DIN

Das Deutsche Institut für Normung (DIN) ist Mitglied der internationalen Normungsorganisation ISO und vertritt dort die Interessen der Bundesrepublik Deutschland. Der europäische Partner ist das CEN (Europäisches Normungskomitee).

Drawing Exchange Format (DXF)

Das Drawing Exchange Format DXF ist ein CAD-Austauschstandard, der von der Firma Autodesk mit dem Produkt AutoCAD verbreitet wurde und sich auch für GIS-Programme zu einem nicht offiziellen Standard entwickelt hat.

Digitale Orthophotos (DOP)

Digitale Orthophotos (DOP) als bildhafte Landschaftsmodelle sind Teil von ATKIS. Sie sind photobasiert, rasterorientiert und lagetreu.

DTK

Digitale Topographische Karten (DTK) sind Bestandteil von ATKIS und werden sowohl im Vektor- als auch Rasterformat angeboten. Sie sind signaturenbasiert und im jeweiligen Maßstab generalisiert. Bundesweit einheitlich werden die folgenden Maßstäbe der aus den DLM-Daten abgeleiteten DTKs angeboten:1:10.000, 1:25.000, 1:50.000, 1:250.000, 1:1.000.000.

eGovernment

Elektronische Vernetzung zum Zweck der Informationsabwicklung zwischen verschiedenen Behörden. Auch Firmen und Privatpersonen können integriert werden.

EDBS

Die Einheitliche Datenbankschnittstelle (EDBS) ist ein von der AdV definierter Standard zum Austausch von ALK und ATKIS-Geodaten, der seit den 1970er Jahren in Verwendung ist. Er wird durch die NAS (Normbasierte Austauschschnittstelle) abgelöst.

EPSG

EPSG steht für die ehemalige Organisation European Petroleum Survey Group, welche ein weltweit eindeutiges Verzeichnis von 4- bis 5-stelligen Schlüsselnummern (EPSG-Codes) für Koordinatenreferenzsysteme und Beschreibungen von Koordinatentransformationen aufgebaut hat. Die Nachfolgeorganisation OGP (Surveying and Positioning Committee der International Association of Oil & Gas Producers) führt das Verzeichnis weiter unter der URL www.epsg-registry.org.

EPSG-Codes geben eine international standardisierte Bezeichnung für die Kombination aus Referenzellipsoid und Projektionssart an und werden u.a. in den OGC-Spezifikationen verwendet.

Erdellipsoid

Erdellipsoide sind insbesondere durch ihre große Halbachse und ihre Abplattung definiert. Sie dienen als Modell der tatsächlichen Form der Erde.

ESDI

European Spatial Data Infrastructure. ESDI ist ein Projekt zur Erstellung einer Europäischen Geodateninfrastruktur.

ETRS 89

Das European Terrestrial Reference System 1989 ist ein von europäischen Behörden favorisiertes geodätisches Bezugssystem, das auf einem gleichnamigen Referenzellipsoid beruht. Es gleicht dem internationalen GRS80 bis auf wenige Meter.

Fachinformationssystem (FIS)

Ein Fachinformationssystem (FIS) ist ein Geo-Informationssystem, das zur Bearbeitung fachspezifischer Aufgaben dient.

Fachschale

Als Fachschale wird eine anwendungsbezogene, meist eigenständige Anwendungskomponente innerhalb eines GIS bezeichnet.

Feature

Ein Map Feature (Kartenobjekt) ist ein individuelles Objekt einer Karte, zum Beispiel eine Straße oder ein bestimmtes Gebäude.

Feature Catalog

Ein Featurekatalog ist ein Katalog, der Beschreibungen und Definitionen von Objektattributen enthält.

Feature Collection

Eine Feature Collection ist der Rückgabewert einer GetFeature-Anfrage. Es handelt sich um eine in einem GML-Dokument enthaltene Sammlung von Features.

FIG

Die Fédération Internationale des Géomètres (FIG) ist eine weltweite Vereinigung nationaler Verbände, die alle Disziplinen des Vermessungswesens repräsentiert. Hauptziele sind die Förderung fortschrittlicher Techniken im Vermessungswesen und die Berufsförderung.

Fernerkundung

Fernerkundung ist die berührungsfreie Erkundung der Erdoberfläche, i.d.R. durch Flugzeuge oder Satelliten. Es gibt unterschiedliche Methoden der Fernerkundung. Bei der passiven Fernerkundung werden Infrarotbilder, Luftbilder oder Orthophotos aufgenommen, während bei der aktiven Fernerkundung Strahlen (Radar, Laser) zur Oberfläche gesendet und von dieser reflektiert werden ("Scannen").

FFH-Richtlinie

Abkürzung für Fauna-Flora-Habitat. Diese Naturschutz-Richtlinie wurde 1992 von der EU beschlossen. Ziel der FFH-Richtlinie ist der Schutz von wildlebenden Arten und ihren Lebensräumen. Zusammen mit den Vogelschutzgebieten bilden FFH-Schutzgebiete das Schutzgebiets-Netz Natura 2000.

Flächennutzungsplan

Der Flächennutzungsplan (FNP) wird auch Vorbereitender Bauleitplan genannt. In ihm wird die sich aus der städtebaulichen Entwicklung ergebende Art der Bodennutzung in Grundzügen dargestellt. Aus ihm wird der Bebauungsplan entwickelt.

Flurbereinigung

Die Flurbereinigung (auch Flurneuordnung) dient der Neuordnung des ländlichen Raumes mit dem Ziel, die land- und forstwirtschaftliche Produktion sowie die allgemeine Landeskultur zu fördern, wobei auch Belange von Umwelt- und Naturschutz berücksichtigt werden.

Flurbereinigungsplan

Im Flurbereinigungsplan werden die Ergebnisse des Flurbereinigungsverfahrens in einer Karte mit einem erläuternden Text zusammengefasst. Er zeigt sowohl den räumlichen Zustand vor wie nach der Flurbereinigung.

FlurbG

Das Flurbereinigungsgesetz (FlurbG) regelt die Durchführung der Flurbereinigungsverfahren.

Flurstück

Das Flurstück ist die Buchungseinheit im Liegenschaftskataster.

Fortführung

Als Fortführung wird die Aktualisierung von Geodatenbeständen (Basis-DLM, DLM50) an die Veränderungen der Erdoberfläche bezeichnet. Die Aktualisierung von GIS-Daten wird laufend (anlassbezogene Fortführung) und in regelmäßigen Zeitintervallen (Turnusaktualisierung) durchgeführt.

Galileo

Ziviles Satellitennavigationssystem mit Positions-, Zeit- und Kommunikationsdiensten. Galileo ist ein gemeinsames Unternehmen von EU und ESA (Europäische Weltraum Agentur) und soll das amerikanische GPS ergänzen sowie teilweise ersetzen. Die Betriebsphase soll im Jahr 2014 beginnen. Galileo wird aus 30 Satelliten bestehen, die die Erde auf drei Umlaufbahnen in 23.500 km Höhe umkreisen werden.

Gauß-Krüger Koordinaten

Gauß-Krüger-Koordinaten bestehen aus Rechtswert und Hochwert. Der Hochwert ergibt sich aus der Entfernung zum Äquator in Metern. Der Rechtwert ist die Entfernung zum Hauptmeridian (alle durch drei teilbaren Meridiane: 3°, 6°, 9°, ...) des Meridianstreifens, in dem sich die Koordinate befindet. Die Rechtswerte der Hauptmeridiane setzen sich aus einer Kennziffer (Meridian / 3) und dem Wert 500.000 zusammen. Dadurch haben Koordinaten, die westlich des jeweiligen Hauptmeridians liegen, keine negativen Vorzeichen.

Gauß-Krüger Projektion

Die Gauß-Krüger-Projektion ist eine transversale mercatorprojektion, die auf dem Georeferenzmodell des Bessel-Ellipsoids basiert. Im Zuge der europäischen und globalen Harmonisierung stellen die Landesvermessungen in Deutschland ihre Kartenwerke und Geomodelle von Gauß-Krüger auf UTM um.

Gazetteer

Ein Gazetteer (engl. für Ortsregister) bildet indirekte Georeferenzen auf direkte Georeferenzen ab, zum Beispiel einen Ortsnamen auf geographische Koordinaten.

GDI-DE

Die Geodateninfrastruktur in Deutschland (GDI-DE) ist ein gemeinsames Vorhaben von Bund, Ländern und Kommunen. Mit dem Aufbau der GDI-DE soll eine länder- und ressortübergreifende Vernetzung von Geodaten in Deutschland erreicht werden, um sicherzustellen, dass Geoinformationen zukünftig verstärkt in Entscheidungsprozessen innerhalb der Verwaltung, der Wirtschaft und der Politik zum Einsatz kommen. Neben der Betrachtung nationaler Entwicklungen ist es Aufgabe der GDI-DE, die Entwicklungen in Europa (INSPIRE) sowie weltweit (GSDI) einzubinden. Um die notwendige enge Zusammenarbeit von Bund, Ländern und Kommunen sicherzustellen, wurde vom Chef des Bundeskanzleramtes und den Chefs der Staats- und Senatskanzleien der Länder (CdS) als strategisches Entscheidungsgremium ein Lenkungsgremium (LG) eingerichtet, dass sich aus Vertretern aus Bund, Ländern und Kommunen zusammensetzt, sowie als ausführende Stelle eine Geschäfts- und Koordinierungsstelle GDI-DE (GKSt.)

GDI-BE/BB®

Die Geodateninfrastruktur Berlin/Brandenburg (GDI-BE/BB®) ist ein Teil der GDI-DE, einem gemeinsamen Vorhaben von Bund, Ländern und Kommunen zur Vernetzung von Geoinformationen. Ziel der GDI-BE/BB® ist es, das Geoinformationswesen innerhalb der beiden Länder zu verbessern. Am 17. August 2006 konstituierte sich das gemeinsame Lenkungsgremium.

Städte- und Gemeindebund Brandenburg

Der Städte- und Gemeindebund Brandenburg vertritt die Interessen der Kommunen in Brandenburg gegenüber der Landesregierung sowie dem Bund. Die Organisation umfasst ca. 270 Gemeinden und Verbände und ist Mitglied des Deutschen Städte- und Gemeindebundes.

Generalisierung

Generalisierung ist die Verallgemeinerung von Information zur Verbesserung der Kartenlesbarkeit. Diese Verallgemeinerung kann sowohl räumlich als auch inhaltlich erfolgen. Der Grund für eine räumliche Generalisierung ist in der Regel ein zu großer Platzbedarf einzelner Elemente, so dass diese Elemente zusammengefasst, räumlich verschoben, vereinfacht oder weggelassen werden müssen. Die Generalisierung ist abhängig vom Maßstab. Inhaltliche Generalisierung, d.h. das Auslassen von unwichtigen Informationen, wird auch bei der Erstellung von thematischen Karten angewandt.

Geobasisdaten

Geobasisdaten sind Daten des amtlichen Vermessungswesens, welche die Landschaft, die Liegenschaften und den einheitlichen geodätischen Raumbezug anwendungsneutral nachweisen und beschreiben. Sie sind Grundlage für Fachanwendungen mit Raumbezug.

Geodäsie

Das Wort "Geodäsie" setzt sich zusammen aus den griechischen Wörtern für "Erde" und "teilen" und bedeutet somit wörtlich Landaufteilung. Heute umfasst Geodäsie vor allem die Bestimmung von Grundstücks- und Katastergrenzen sowie die Vermessung der Erdoberfläche.

Geodaten

Unter Geodaten versteht man Informationen, die eine Zuordnung zu einer räumlichen Lage besitzen (Georeferenz). Dabei kann die Lagedefinition durch direkten Raumbezug in Form von Koordinaten, oder durch indirekten Bezug auf ein administratives Gebiet (Land, Stadt, Straße) erfolgen. Geodaten beschreiben also Objekte, die durch eine Position im Raum referenzierbar sind.

Dabei lassen sich die Informationen, aus denen die Geodaten bestehen, in die Geometriedaten (Lage und Form der Objekte), die Topologiedaten (gespeicherte räumliche Beziehungen), die graphische Ausprägung (Signaturen, Beschriftungen) und die Sachdaten (sematische Beschreibungen) unterteilen.

Geodateninfrastruktur

Geodateninfrastruktur ist eine Infrastruktur bestehend aus Geodaten, Metadaten und Geodatendiensten, Netzdiensten und -technologien, Vereinbarungen über gemeinsame Nutzung, über Zugang und Verwendung sowie Koordinierungs- und Überwachungsmechanismen, -prozesse und -verfahren mit dem Ziel, Geodaten verschiedener Herkunft interoperabel verfügbar zu machen.

Geodaten-Management

Als Geodaten-Management wird die Kommunikation zwischen Datenanbietern und Datennutzern sowie die Vermarktung von Geodaten bezeichnet. Eine stets aktuelle und inhaltlich korrekte Geodateninfrastruktur kann nur durch Geodatenmanagement erzielt werden.

Geodatennetzwerk

Ein Geodatennetzwerk ist ein Netzwerk, dass sich zur Übertragung von Geoinformationen eignet. Das bekannteste Netzwerk ist das Internet.

Geodatensatz

Ein Geodatensatz ist eine Sammlung von logisch zusammengehörenden Geodaten

geodätisches Bezugssystem

Ein vollständiges Geodätisches Bezugssystem umfasst Datum, Projektion, Koordinatenbeschreibung und Koordinantensystem.

Geodatenserver

Mit dem Geodatenserver werden in einem Netzwerk (z.B. Internet) Geodaten bereitgestellt.

Geodätisches Datum

Zur vereinfachten Darstellung der Erde werden häufig Rotationsellipsoide als Rechenmodelle verwendet. Die Festlegung von Ausmaß, Lage und Orientierung des Referenzellipsoids, so dass dieses sich bestmöglich an die Erdform anpasst, wird als Geodätisches Datum bezeichnet.

Geodienst

Geodienste sind Dienste, die den Zugang zu Geodaten unterstützen. Sie ermöglichen Suchstrategien innerhalb des Datennetzes und die Präsentation von Geodaten (Beispiel: WMS), bieten Analysefunktionen, organisieren den Vertrieb von Geodaten (Beispiel: WPOS). Weitere Geodienste sind WFS (Web Feature Service) und WCS (Web Coverage Service).

Geofachdaten

Geofachdaten sind Informationen, die in einer Fachdiziplin meistens auf Grund von Fachgesetzen, erhoben und durch Raumbezug zu Geodaten "veredelt" werden. Häufige Anwendungsgebiete für Fachdaten sind Erhebungen von Verwaltungen z.B. in den Bereichen Umwelt, Statistik oder Planung.

Eines der Ziele beim Aufbau der brandenburgischen Geodateninfrastruktur, ist die Vereinfachung bei der Verwendung und dem Austausch der vorliegenden Geofachdaten.
Vielfach ergibt sich erst durch die Verknüpfung und Auswertung verschiedener Geofachdaten ein Mehrwert für den Anwender.

Hinsichtlich der Aktualität,  Flexibilität und Leistungsfähigkeit der Daten werden deshalb an die Geodateninfrastruktur hohe Anforderungen gestellt.
Dabei ist es notwendig dafür zu sorgen, dass die teilweise heterogenen Geofachdaten über standardisierte Schnittstellen zur Weiterverwendung, in einheitliche Datenformate überführbar sind.

Geographische Datenbank

Eine GDB ist eine Datenbank zur Speicherung von Geodaten, auf die nur mit spezieller Verarbeitungssoftware zugegriffen werden kann.

Geoid

Äquipotentialfläche, die annähernd durch den mittleren Meeresspiegel der Weltmeere beschrieben wird. Bezugssystem für Schweremessungen.

GeoInfoDok

Die GeoInfoDok ist die amtliche Dokumentation zur Modellierung von Geoinformationen auf der Basis des AAA-Modells (AFIS-ALKIS-ATKIS).

Geoinformationen

Geoinformationen sind raumbezogene Informationen über Objekte oder Sachverhalte.

Geoinformationssystem (GIS)

Ein GIS ist ein raumbezogenes Informationssystem mit Funktionen zur Erfassung, Aktualisierung, Verwaltung und Analyse von Geodaten. Ein GIS bietet die Möglichkeit, diese Geodaten kartographisch darzustellen.

Geokodierung

Die Geokodierung ist das Zuordnung von Objekten eines Datenmodells zur Erdoberfläche mithilfe eines geodätischen Bezugssystems.

GeoMIS.Bund

GeoMIS.Bund (Geographisches Metadateninformationssystem) ist ein Projekt des IMAGI und wurde als Anfangsbaustein der nationalen Geodateninfrastruktur GDI-DE im September 2003 freigeschaltet. GeoMIS.Bund ermöglicht jedem Nutzer die Suche von Metadaten in den Geodatenkatalogen von Länderbehörden.

GeoPortal.Bund

Das GeoPortal.Bund ist das Webportal der Geodateninfrastruktur Deutschland (GDI-DE) und bietet den direkten Zugriff auf Geodaten und Metadaten sowie weitere Funktionalitäten und Schnittstellen zu verwandten Projekten.

Georeferenzierung

Umrechnung von Geodaten in ein Referenzsystem. Zunächst wird ein einheitliches Bezugssystem gewählt, anschließend werden Passpunkt-Koordinaten gesetzt und die Datensätze in den neuen Koordinatenbezug umgerechnet.

GetCapabilities

GetCapabilities ist eine allgemeine XML-Anfrage an einen Geodienst, welche Funktionalitäten er bietet.

GetFeature

GetFeature ist eine XML-Anfrage an einen WFS, Sachdaten oder Datengeometrie freizugeben.

GetFeatureInfo

GetFeatureInfo ist eine XML-Anfrage an einen WMS, Informationen über die dargestellten Objekte freizugeben.

GetMap

GetMap ist eine XML-Anfrage an einen WMS, eine Rasterbildkarte freizugeben.

GKSt GDI-DE

Die Geschäfts- und Koordinierungsstelle (GKSt) der Geodateninfrastruktur Deutschland (GDI-DE) dient der fachlichen Unterstützung des Lenkungsgremiums der GDI-DE.

Global Earth Observing System of Systems (GEOSS)

GEOSS ist ein internationales Programm, mit dem Erdbeobachtungen international besser koordiniert werden sollen. Durch Analyse, Aufarbeitung und Austausch von Geodaten sollen insbesondere Wetter, Klima und Umwelt näher erforscht und der Katastrophenschutz verbessert werden.

GLONASS

GLONASS (Globales Navigations-Satelliten-System) ist das russische Pendant zu GPS und Galileo.

GML

Die Geography Markup Language (GML) ist ein XML-basiertes Datenformat für Modellierung, Speicherung und Austausch von geographischen Informationen, das sowohl die Geometrie als auch die Attribute der geographischen Objekte beinhaltet. Das von der OGC spezifizierte GML ist konform zu den 19100-Normen der ISO.

Google Earth

Seit dem Jahr 2005 bietet der Suchmaschinenbetreiber Google einen Web Service an, der Satellitenbilder, Thematische Informationen und Vektorgrafiken miteinander verknüpft.

GPS

Das ursprünglich für das amerikanische Militär entwickelte NAVSTAR-GPS (Global Positioning System) ist ein globales Navigationssystem, das heute für zahlreiche zivilen Anwendungen genutzt wird. Das Kernstück sind 24 Satelliten, die auf 6 Bahnen in einer Höhe von rd. 20.000 km die Erde umkreisen.

GRS80

Das GRS80 ist ein geodätisches Bezugssystem, welches nach dem gleichnamigen Referenzellipsoid benannt wird. Auf ihm basiert die UTM-Projektion.

Grundbuch

Das Grundbuch ist ein amtliches Verzeichnis, das Auskunft über die privatrechtlichen Rechtsverhältnisse von Grundstücken gibt.

Grundstück

Das Grusndtück ist die Buchungseinheit im Grundbuch. Ein Grundstück kann aus mehreren Flurstücken bestehen.

GSDI

Die Global Spatial Data Infrastructure ist ein globaler Verbund regionaler und kommunaler Geodateninfrastrukturen.

GSM

Das Global System for Mobile Communications (GSM) ist ein europäischer Übertragungsstandard, der insbesondere in der Telekommunikation Anwendung findet.

Gutachterausschuss

Gutachterausschüsse werden zur Ermittlung von Grundstückswerten und sonstigen Wertermittlungen als selbstständige, unabhängige Gremien gebildet. Aufgaben und Zusammensetzung ergeben sich aus dem BauGB und den Regelungen der Länder (in Brandenburg: Gutachterausschussverordnung BbgGAV).

Höhenlinie

Eine Höhenlinie (oder auch Isohypse) verbindet Punkte gleicher Höhe miteinander. Insbesondere Topographische Karten zeigen detaillierte Höhenlinien.

HTTP

Das Hypertext Transfer Protocoll dient der Datenübertragung in einem Netzwerk. Es wird vornehmlich im World Wide Web eingesetzt.

Hybrides GIS

Ein hybrides GIS (hybrid: kombinierend) vereint Vektordaten und Rasterdaten.

Identifikator

Ein Identifikator ist eine Nummer, die nur einmal vergeben wird. Anhand dieser Nummer kann das nummerierte Objekt eindeutig zugeordnet werden.

ILEK

Das Kürzel ILEK steht für Integriertes ländliches Entwicklungskonzept. Mit maßgeschneiderten Planungen sollen im Zuge eines ILEK in einem strukturschwachen, ländlichen Raum Impulse gesetzt werden, die zu mehr Wettbewerbsfähigkeiten, zur Schaffung von Arbeitsplätzen, zum Umweltschutz und zur Erhaltung wichtiger Naturräume führen. Damit sind ILEK-Programme konkrete Umsetzungen von endogener Regionalentwicklung (d.h. Entwicklung einer Region aus eigener Kraft).

IMAGI

Interministerieller Ausschuss für Geoinformationswesen. Der IMAGI wurde 1998 eingerichtet, um das Geoinformationswesen innerhalb der Bundesverwaltung besser zu koordinieren. Der IMAGI tagt in regelmäßigen Abständen unter Leitung des BMI und weiterer neun Ministerien.

INSPIRE

INSPIRE (Infrastructure for Spatial Information in Europe) ist eine Richtlinie der europäischen Kommission mit dem Ziel, eine europäische Geodateninfrastruktur mit integrierten raumbezogenen Informationsdiensten zu schaffen. Die EU-Richtlinie verpflichtet die Mitgliedsstaaten, stufenweise interoperable Geobasisdaten sowie Geofachdaten bereit zu stellen. Dabei soll auf bereits vorhandene Daten zurückgegriffen werden.

INTERGEO

Die INTERGEO ist weltweit die größte Veranstaltung und Kommunikationsplattform im Bereich Geodäsie, Geoinformation und Landmanagement. Auf dem INTERGEO-Kongress, veranstaltet vom DVW (Gesellschaft für Geodäsie, Geoinformation und Landmanagement) werden die neuesten Branchenentwicklungen diskutiert und innovative Lösungsvorschläge präsentiert.

Interoperabilität

Interoperabilität ist die Kombinierbarkeit von Daten beziehungsweise die Kombinierbarkeit und Interaktionsfähigkeit verschiedener Systeme und Techniken unter Einhaltung gemeinsamer Standards.

Intranet

Ein Intranet ist eine betriebs- oder behördeninterne Netzwerkstruktur, die nur für einen berechtigten Mitarbeiter zugänglich ist. Es bedient sich derselben Protokolle und Anwendungen wie das Internet.

InVeKoS

InVeKoS (Integriertes Verwaltungs- und Kontrollsystem) beruht auf Verordnungen der Europäischen Kommission und soll im Bereich Förderung und Kontrolle eine einheitliche Agrarpolitik in der EU ermöglichen. Das Kontrollsystem verwendet GIS- und Fernerkundungstechniken.

ISO

Die Internationale Normungsorganisation (ISO, International Organization for Standardization) erarbeitet international verbindliche Normungen. Dazu gehören technische, klassifikatorische und Verfahrensstandards. Wichtige Normungen mit geoinformatischem Bezug sind die ISO 19107, ISO 19112, ISO 19115, ISO 19118, ISO 19119

ISO 19103

Die ISO-Norm 19103 Conceptual schema language (engl. für Modellierungssprache) legt UML als genormte Modellierungssprache für Geoinformation fest.

ISO 19107

Die ISO-Norm 19107 Spatial Schema (engl. für Raumbezug von Geoinformationen) legt einen Teilbereich von Raumbezugsformen und Raumbezugsgrundformen fest. Dazu gehört insbesondere Speicherung und Bearbeitung von dreidimensionaler Vektorgeometrie und -topologie.

ISO 19109

Die ISO-Norm 19109 Rules for application schema (engl. für Regeln zum Erstellen von Anwendungsschemata) legt Standards für Geoinformationsmodelle im Anwendungsbereich fest.

ISO 19112

Die ISO-Norm 19112 Spatial referencing by geographic identifiers legt den prinzipiellen Aufbau eines Gazetteer fest und definiert die wesentlichen Anforderungen an diese.

ISO 19115

Die ISO-Norm 19115 Metadata (engl. für Metadaten) legt einen Standard für Metadaten fest, der genaue Anforderungen an Identifikation, Ausdehnung, Qualität, Schemata, Referenzsystem und Nutzbarmachung angibt.

ISO 19118

Die ISO-Norm 19118 Encoding (engl. für Kodierung) gibt einen Standard für die Aufstellung von Verschlüsselungsdiensten für Geodaten vor, sowie eine XML-basierte Verschlüsselungsregel für neutralen Datenaustausch

ISO 19119

Die ISO-Norm 19119 Services (engl. für Dienste) definiert Anforderungen für Benutzerschnittstellen von Geographischen Diensten und anwendungsneutralen Geoinformationsplattformen.

ISO/TC 211

ISO/TC 211 ist die Bezeichnung für das Technische Komittee, welches die ISO 191xx-Geodaten-Normen erarbeitet.

Isolinie

Mit einer Isolinie werden Punkte verbunden, die in einem bestimmten Messwert übereinstimmen. Je nach gemessener Größe werden Isolinien als Isohypsen (Höhenlinie), Isobathen (Meerestiefe), Isophonen (Lautstärke), Isobaren (Luftdruck), Isotherme (Temperatur) usw. bezeichnet.

Isophonenkarte

Eine Isophonenkarte stellt Lärmimmissionen graphisch dar. Dazu wird an allen Stellen des zu untersuchenden Bereichs die Lautstärke einer Lärmquelle gemessen, und die Punkte gleicher Lautstärke mit Isolinien verbunden.

Joint Research Centre

Das Joint Research Center ist das gemeinsame Forschungszentrum der Europäischen Union.

JPEG-Dateiformat

Das JPEG-Dateiformat bietet die digitale Speicherung von Bildern in komprimierter Form. Es eignet sich besonders für Fotografien. Für Grafiken mit wenigen Farben ist das PNG-Format besser geeignet.

Karte

Eine Karte ist eine Darstellungsform von räumlichem Wissen (von Geoinformationen). Neben dem dargestellten Karteninhalt hat jede Karte einen Kartenmaßstab und eine Legende. Üblich sind in Karten auch der Nordpfeil und ein Kartengitter. In der Bundesrepublik Deutschland werden verschiedene amtliche Karten herausgegeben. Dazu gehören Liegenschaftskarten, topographische Karten, Seekarten und thematische Karten zu wissenschaftlichen Themen.

Kartenmaßstab

Der Maßstab gibt das Verhältnis einer Kartenabbildung zur Realität an. So bildet eine Karte im Maßstab 1:5000 die Realität 5000-mal verkleinert ab. Je größer die Maßstabszahl, desto kleiner ist der Maßstab selbst und desto stärker ist die Verkleinerung. In enger Verbindung zur Maßstabszahl steht die Verallgemeinerung des Karteninhalts, Generalisierung genannt.

Kartenprojektion

Durch eine Kartenprojektion wird eine dreidimensionale Oberfläche (z.B. Erde) auf eine zweidimensionale (ebene) Fläche (z.B. Karte) abgebildet. Die Abbildung kann flächen-, winkel- oder streckentreu erfolgen. Man unterscheidet Azimutal-, Zylinder- und Kegelprojektionen, die je nach Annforderung verwendet werden.

Kartenwerk

Ein Kartenwerk ist eine Sammlung von Karten, die eine einheitliche Gestaltung (in Schnitt, Farbgebung und Maßstab) aufweisen. Amtliche Kartenwerke in der Bundesrepublik Deutschland sind die DGK5, die TK10, die TK25, die TK50, die TK100, die TÜK200 sowie die ÜK200.

Kartographie

Die Kartographie beschäftigt sich mit der anschaulichen Darstellung der Erdoberfläche. Die Geodaten, die der Kartographie zugrunde liegen, stammen sowohl von direkten Vermessungen vor Ort als auch von Luftbildaufnahmen oder Satellitenbildern. Auch statistische Daten werden kartographisch dargestellt. In zunehmenden Maße wird die traditionelle analoge Karte durch digitale Medien abgelöst.

Kaufpreissammlung

Die Kaufpreissammlung ist die Grundlage für die Arbeiten des Gutachterausschusses. Sämtliche Verträge, durch die sich jemand verpflichtet, Eigentum an einem Grundstück zu übertragen (insb. durch Kauf, Tausch, Schenkung) oder ein Erbbaurecht zu begründen, werden von der beurkundenden Stelle in Abschrift an den Gutachterausschuss übersendet. Diser wertet diese Verträge aus und nimmt sie in die Kaufpreissammlung auf.

Konformität

Konformität ist ein Begriff für Übereinstimmung mit einer Norm oder einem Standard. So ist eine OGC-Konformität wichtig für Geodienste.

Koordinate

Eine Koordinate (wörtl. räumliche Zuordnung) dient als Positionsangabe in einem Bezugssystem. Zweidimensionale Bezugssysteme haben zwei Koordinaten (Länge und Breite), im dreidimensionalen Bezugsystem kommt die Höhe als dritte Koordinate hinzu.

Landesentwicklungsprogramm

Das Landesentwicklungsprogramm (LEP) ist ein Programm mit Ordnungsfunktion. Es bildet die Grundlage für die räumliche Weiterentwicklung des Landes und seiner Teilräume. Das LEP gibt die Ziele und Grundsätze der Landesplanung vor, welche für alle Planungsträger rechtsverbindlich sind.

LIS

Ein Landinformationssystem ist ein besonderes GIS, welches zur Darstellung verschiedener Informationen über Grund und Boden dient (z.B. ALKIS, ATKIS). Es besteht aus einer Geodatenbasis, einem einheitlichen, räumlichen Bezugssystem sowie den für die systematische Erfassung, Aktualisierung, Verarbeitung und Umsetzung nützlichen Methoden. Es ist ein Instrument zur Entscheidungsfindung in Recht, Verwaltung und Wirtschaft sowie ein Hilfsmittel für Planung und Entwicklung.

Längengrad

Jeder Punkt auf der Erdoberfläche lässt sich durch die geographische Breite und Länge bestimmen. Die Länge kann zwischen 0° (Am Nullmeridian) und 180° (Datumsgrenze) liegen, wobei es westliche und östliche Längengrade gibt, der 180. Längengrad West ist identisch mit dem 180. Längengrad Ost.

Laserscanning

Das Laserscanning ist eine Methode der Fernerkundung. Bei ihr wird die Erdoberfläche von einem Flugzeug aus abgetastet. Aus den gewonnenen Reflektionen kann leicht ein digitales Geländerelief erstellt werden.

Layer

Ein Layer ist eine Informationsebene, auf der in digitalen Karten Informationen abgelegt sind. Alle Objekte (Features) gleichen Typs werden auf einem eigenen Layer angezeigt, was den Vorteil bietet, dass sich einzelne Layer ausblenden lassen.

Legende

Eine Kartenlegende ist eine Zeichenerklärung der in der Karte dargestellten Zeichen (auch Signaturen). Eine Legende gehört zu einer guten Karte und ist insbesondere bei Thematischen Karten unverzichtbar.

Liegenschaftskataster

Das Liegenschaftskataster ist amtliches Verzeichnis der Grundstücke im Sinne des § 2 Abs. 2 der Grundbuchordnung. Es enthält für alle Liegenschaften Daten rechtlicher und tatsächlicher Art, insbesondere die Eigentumsverhältnisse. In Brandenburg wird das Liegenschaftskataster derzeit noch in ALB und ALK geführt und zur Zeit in ALKIS überführt.

Luftbild

Luftbilder werden Flugzeugen oder Hubschraubern fotographisch oder mit Sensoren aufgenommen. Um es für GIS verwenden zu können, muss es digital nachbearbeitet werden.

Landschaftsschutzgebiet

Ein Landschaftsschutzgebiet unterliegt weniger intensivem Schutz als ein Naturschutzgebiet. Es ist zudem meist großflächiger und in der Nutzung weniger eingeschränkt.

Meridian

Ein Meridian ist der geometrische Ort aller Oberflächenpunkte mit gleicher geographischer Länge. Von besonderer Bedeutung sind dabei der Nullmeridian (Meridian von Greenwich) und die auf diesem basierenden 359 weiteren Hauptmeridiane.

Metadaten

Metadaten sind Informationen, die Geodaten oder Geodatendienste beschreiben und es ermöglichen, Geodaten und Geodatendienste zu ermitteln, in Verzeichnisse aufzunehmen und zu nutzen.

Metainformationssystem (MIS)

Ein MIS ist ein Auskunftssystem über vorhandene Datenbestände

Metadatenkatalog

Ein Metadatenkatalog ist ein Katalog, der Metadatensätze umfasst und dem Nutzer die Möglichkeit gibt, vor dem Erwerb Angaben über den Inhalt zu bekommen. Ein solcher Katalog beinhaltet unter anderem Darstellung, Raumbezug, Zeitbezug und Qualität.

Metadatensatz

Metadaten in einem standardisierten Format, die einen Datensatz beschreiben.

Metainformationssystem für Geofachdaten

Ein FMIS ist ein Auskunftssystem über vorhandene Datenbestände, das auf spezielle Belange von Geofachdaten zugeschnitten ist. So gibt es FMIS zu den Bereichen Umwelt, Klima oder Geostatistik.

Metropolregion

Eine Metropolregion ist eine stark verdichtete Großstadtregion von hoher internationaler Bedeutung. Metropolregionen werden als Motoren der sozialen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Entwicklung eines Landes betrachtet.

Modellierungssprache

Eine Modellierungssprache ermöglicht es, ein System vor der Erstellung textlich und mit Diagrammen darzustellen.

NAS

Die von der AdV entwickelte Normbasierte Austauschschnittstelle (NAS) ist für den objektstrukturierten Austausch von AAA-Objekten konzipiert und basiert auf dem OGC-Standard GML. Die NAS wird der Nachfolger der einheitlichen Datenbankschnittstelle (EDBS).

Nationalpark

Nationalparks erfüllen Voraussetzungen eines Naturschutzgebiets, sind aber großräumiger angelegt und dienen dem Schutz der besonderen Eigenarten eines Gebiets.

Natura2000

Natura 2000 ist ein länderübergreifendes, europäisches Netz von Schutzgebieten.

Naturdenkmal

Ein Naturdenkmal ist ein kleinräumiges Gebiet oder ein Objekt (z.B. einzelner Baum), das als schützenswerte Einzelschöpfung der Natur absolutem Veränderungsverbot unterliegt.

Naturpark

Ein Naturpark ist ein großräumiges Gebiet, in dem unterschiedliche Stufen des Gebietsschutzes (Naturschutz, Landschaftsschutz oder geschützte Landschaftsbestandteile) gelten.

Naturschutz

In Europa sind seltene und gefährdete Biotope und Tierarten sowie bestimmte Kulturlandschaften besonders geschützt.

Naturschutzgebiet

In einem Naturschutzgebiet sind Natur und Landschaft entweder in ihrer Gesamtheit oder in einzelnen Teilen geschützt, wofür individuelle Vorgaben und Einschränkungen in Verordnungen festgelegt werden.

Netzwerk

Ein Netzwerk bezeichnet üblicherweise einen Rechnerverbund, in dem Daten ausgetauscht werden. Besondere Netzwerke sind in diesem Sinne LANs, die Hardware- und Softwaresysteme gemeinsam nutzen und das Internet, welches auch ein Netzwerk aus Netzwerken genannt werden kann.

NivP

Nivellementpunkte (NivP) bilden die Grundlage für Höhenmessungen.

Normalhöhe

Die Normalhöhe ist die Höhe über dem Quasigeoid.

Normen

Eine Norm wird von einer Normierungsorganisation festgelegt (zum Beispiel der DIN, der CEN oder der ISO) und gibt eine Spezifikation oder Verfahren vor, das zur allgemeinen Anwendung empfohlen wird. Eine Norm ist i.d.R. nicht verbindlich, erleichtert aber die Zusammenarbeit in verschiedensten Gebieten.

Nullmeridian

Der Nullmeridian (oder auch Meridian von Greenwich) ist der Ausgangspunkt zur Zählung der geographischen Länge. Der Meridian von Greenwich setzte sich 1884 international gegen andere Meridiane (z.B. den französischen Nullmeridian durch Paris) durch.

OBAK

Der Objektabbildungskatalog (OBAK) regelt, welche Informationen in der ALK zu einzelnen Grundrissobjekten zusammengefasst werden können, und wie diese in der ALK-Grundrissdatei abzuspeichern sind.

Objekt

Ein Objekt ist in der Informatik eine eindeutig identifizierbare Instanz einer Klasse. Es kann nur die seiner Klasse zugeordneteten Zustände und Verhaltensweisen annehmen. In der Geomatik werden Datenobjekte (Features) verwendet, um reelle Objekte der Erdoberfläche modellhaft darzustellen. Jedes objekt gehört einer Objektart an.

Objektart

Eine Objektart (in der Informatik Klasse genannt) definiert die Eigenschaften, Zustandsformen und Verhaltensweisen eines Objekts.

Objektartenkatalog

Ein Objektartenkatalog führt alle Objektarten seines Fachbereichs auf. Der ATKIS-Objektartenkatalog umfasst mehrere hunderte Objektarten.

OGC

Das Open Geospatial Consortium (OGC) ist eine Organisation, deren Ziel die Entwicklung offener Standards im Geoinformationswesen ist. Bis 2004 hieß die Organisation Open GIS Consortium.

Ökokonto

Bei Eingriffen in Natur und Landschaft im Bereich der Bauleitplanung sind diese durch andere Maßnahmen auszugleichen. Auf einem Ökokonto können Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen bevorratet werden, um diese bei später durchgeführten Eingriffen anrechnen zu können.

Open Source

Bei Open Source-Software ist der Quellcode frei verfügbar, so dass er von Jedermann genutzt und nach Bedarf vom Nutzer weiterentwickelt werden kann.

OpenGIS

Das OpenGIS ist eine Marke der Organisation OGC, die einen offenen Standard für Geoinformationsdienste bezeichnet

OSCI

Online Services Computer Interface (OSCI) ist der Name eines Protokollstandards für rechtlich anerkannte, elektronisch signierte und chiffrierte Dokumente. Der Datenaustausch über Internet zwischen privaten und öffentlichen Dienstleistern und deren Kunden wird dadurch wesentlich sicherer und ermöglicht damit eGovernment.

PC

Der "Personal Computer" ist ein Einzelplatzrechner und die heute übliche Computerform. Die ersten PC's kamen in den 1980er Jahren auf den Markt und verdrängten in zunehmendem Maße die bis dahin üblichen Großrechner.

Pixel

wörtlich: Bildelement. Ein Pixel ist das kleinste darstellbare Element, das innerhalb eines Bildes existiert.

PNG-Dateiformat

Das PNG-Dateiformat bietet die digitale Speicherung von Bildern in komprimierter Form. Es eignet sich besonders für Grafiken mit wenigen Farben. Fotografien, die viele tausend Farben besitzen, werden jedoch besser im JPEG-Format abgespeichert.

Portal

Ein Internet-Portal bündelt verschiedene Dienste, Suchmaschinen, Informationen und Kommunikationsplattformen zu bestimmten Themenbereichen (Bsp: Verwaltungsportal, Geodatenportal).

Potsdam Datum

Das Potsdam Datum ist das Geodätische Datum der deutschen Landesvermessung (Referenzellipsoid: Bessel-Ellipsoid).

QGIS

QGIS ist ein Geodatenviewer, der Vektordaten, Rasterdaten und Datenbanksysteme unterstützt. Er läuft unter verschiedenen Betriebssystemen wie Windows, MAC und Linux.

Quasigeoid

Das Quasigeoid ist die Bezugsfläche für die Normalhöhen und ergibt sich durch Abtragen der Normalhöhen von der Erdoberfläche nach unten. Die Unterschiede zwischen Geoid und Quasigeoid liegen im Bereich von Zentimetern bis Dezimetern.

Quellcode

Der Quellcode beschreibt den Aufbau eines Programms, damit dieses von einem Computer ausgeführt werden kann. Quellcode ist streng formal gegliedert.

RASANT

Radio Aided Satellite Navigation Technique (Radarunterstützte Satellitennavigationstechnik) ist ein GPS-Korrekturverfahren, welches die SAPOS-Dienste zur Satellitenpositionierung unterstützt.

Rasterbild

Rasterbilder sind Bilder (insbesondere Fotografien), die in einer Matrix aus Pixeln abgespeichert werden. Beispiele für Rasterbildformate sind BMP, JPEG, TIFF oder PNG. Bei der Transformationsprozessen wie Vergrößerung oder Drehung werden Rasterbilder in der Regel verzerrt und dadurch qualitativ verschlechtert. Dieses Problem tritt bei Vektorgrafiken nicht auf.

Raumbezogener Zugriff

Ein raumbezogener Zugriff ist eine Abfrage von Geodaten mittels Koordinaten (direkt) oder Adressen (indirekt).

Raumbezug

Jede Position auf der Erde lässt sich durch ihre Koordinaten eindeutig definieren. Auch Geoinformationen und Geodaten besitzen Raumbezug, da sie eindeutig einer Position auf der Erdoberfläche zuordbar sind. Der Raumbezug ist direkt, wenn diese Zuordnung anhand einer Koordinate erfolgt. Bei einer Zuordnung mit anderen Mitteln (z.B. durch Postleitzahlen oder administrative Grenzen) spricht man von einem indirekten Raumbezug.

Raumplanung

Raumplanung dient zur Planung der räumlichen Nutzung der Erdoberfläche. Die Raumplanung in der Bundesrepublik Deutschland erfolgt auf  verschiedenen Ebenen und stützt sich insbesondere auf die Landesplanung, die Regionalplanung und die kommunale Bauleitplanung.

Reference Implementation

Eine Referenzimplementierung ist ein Hilfsmittel, um die Konformität zum OGC zu überprüfen.

Referenzellipsoid

Referenzellipsoide sind Rotationsellipsoide, die sich der Erdfigur bestmöglich anpassen. Sie dienen als Rechenmodell, mit dem die Erdfigur vereinfacht undausreichend genau dargestellt werden kann. Manche Referenzellipsoide passen sich nur bestimmten Bereichen der Erde bestmöglich an (z.B. Bessel-Ellipsoid für Deutschland, Hayford-Ellipsoid für die USA, Krassowski-Ellipsoid für Russland). Andere Ellipsoide sind lokal ungenauer, passen sich dafür aber global bestmöglich der Erdoberfläche an (z.B. das WGS84).

Relation

Eine Relation ist die Verbindung zwischen verschiedenen Features.

Request

Request (Anfrage) ist eine Anfrage des Clients an den Server, welcher nach der Verarbeitung des Requests mit einer Response (Antwort) reagiert. Ein Beispiel für einen WMS-Request ist "GetMap".

Response

Response (Antwort) ist die Reaktion des Servers auf einen Request (Anfrage) des Clients. Auf den Request "GetMap" liefert der Server beispielsweise eine Rasterkarte.

Ressort

Ein Ressort bezeichnet eine Unterabteilung oder einen Fachbereich innerhalb einer Organisation.

SAGA

SAGA-GIS ist eine hybride, objektorientierte GIS-Software, die für Geowissenschaftler in der Programmiersprache C++ entwickelt wurde. Sie unterliegt der GNU Public License.

SAPOS

SAPOS ist der Satellitenpositionierungsdienst der deutschen Landesvermessung. Grundlage von SAPOS in Brandenburg ist ein Netz von 21 permanenten GNSS-Referenzstationen sowie zusätzlichen 19 Stationen aus den benachbarten Ländern, die die komplette Abdeckung der Landesfläche mit Korrekturdaten ermöglichen. Auf diese Weise wird für den Benutzer der bisher benötigte zweite GNSS-Empfänger überflüssig. SAPOS stellt Korrekturdaten im amtlichen Bezugssystem zur Verfügung. Das bedeutet für den Nutzer sowohl Zeit- als auch Kostenersparnis, da er unabhängig vom klassischen Festpunktnetz arbeiten kann. Dem Anwender wird so eine wirtschaftliche und effiziente Lösung seiner Aufgaben ermöglicht.

Satellit

Satelliten sind künstliche Flugkörper, die die Erde in einer definierten Umlaufbahn umkreisen und für verschiedene Zwecke (Vermessung, Informationsübertragung) eingesetzt werden.

Satellitenbild

Ein Satellitenbild ist ein mehrkanaliges, zunächst digital vorliegendes Bild. Anhand von Satellitenbildern können u.a. genaue Bilder der Erdoberfläche erstellt oder auch Informationen über Vorgänge an der Erdoberfläche gewonnen werden. Satellitenbilder erreichen heutzutage im gewerblichen Bereich eine Auflösung (Rastergröße) von 10 - 25 Zentimetern.

Satellitengeodäsie

Als Satellitengeodäsie werden Messverfahren der Geodäsie bezeichnet, die Satelliten für die Vermessung der Erdoberfläche oder andere Problemstellungen einsetzen.

Service

Ein Service ist ein webbasierter Dienst, der für einen bestimmten Zeitraum das Ergebnis einer Anfrage bereithält.

Simple Feature Specification

Simple Feature Spezifikation ist eine Spezifikation des OGC für Feature-basierte Schnittstellen.

Simple Features

Simple Feature ist ein vereinfachtes Geodatenkonzept von OGC. Dinge der realen Welt werden durch punkt-, linien- oder flächenhafte Objekte dargestellt. Bei Simple Features gibt es keine komplexen Objekte und keine Metadaten.

Spezifikation

Eine Spezifikation ist ein formaler Text, der die Implementierung eines Produkts oder Systems beschreibt. Spezifikationen werden eingesetzt, um Merkmale und Anforderungen zu definieren, die das Produkt erfüllen muss.

Spatial Reference System (SRS)

Ein Spatial Reference System (SRS) ist ein geographisches Koordinatensystem.

Style Guide

Ein Style Guide ist ein Handbuch für das Design von graphischen Nutzeroberflächen, welches das Aussehen und Verhalten der graphischen Objekte beschreibt.

Styled Layer Descriptor

Styled Layer Description (SLD) ist eine Präsentationsspezifikation der OGC zum WMS. Er gibt die Möglichkeit, Objektinformationen in der Karte nutzerspezifisch darzustellen. Ein WMS stellt ansonsten seine Geoinformationen in einzelnen Ebenen (Layern) mit jeweils vorgegebenen Stilen (Styles). Durch SLD ist es möglich, die Vorgaben für die dargestellten Objekte (Features) eines WFS durch die vom Benutzer definierten zu ersetzen und entsprechend eine benutzerspezifische Kartendarstellung mit dem WMS zu erzeugen.

Strategische Lärmkartierung

Durch EG-Richtlinie sind die zuständigen Stellen in den Mitgliedsländern verpflichtet, bis 2007 Strategische Lärmkarten für Hauptverkehrsstraßen ab einem bestimmten Verkehrsaufkommen, Haupteisenbahnstrecken oder für die Umgebung von Flughäfen zu erstellen. Mit diesen Lärmkarten sollen sich Bürger künftig über Lärmbelastungen in ihrem Umfeld informieren können.

TESTA

TESTA steht für "Trans-European Services for Telematics between Administrations". Dieses Projekt soll eine reibungslose Kommunikation zwischen europäischen Verwaltungseinrichtungen und Behörden gewährleisten. In Deutschland wird im Zuge von TESTA die Vernetzung der einzelnen Länderbehörden und der Bundesbehörden vorangetrieben. Geführt wird das TESTA-Projekt vom Kooperationsausschuss Automatisierte Datenverarbeitung Bund/ Länder/ Kommunaler Bereich.

Thematische Karte

Eine thematische Karte stellt einen bestimmten Sachverhalt kartographisch dar, z.B. Altersstruktur, Einkommensverhältnisse etc. Als Grundlage für thematische Karten werden häufig topographische Karten verwendet.

Topographie

Die Erfassung von Gelände, Geländebeschaffenheit und sonstigen Merkmalen der Landschaft.

Topographische Karte

Topographische Karten stellen die Oberfläche der Erde vollständig und geometrisch genau dar. Sie beinhalten u.a. Informationen zu Siedlungen, Verkehrswegen, Gewässer, Geländeform etc. Brandenburg gibt verschiedene topographische Landeswerke heraus, darunter insbesondere: TK10, TK25, TK50 und TK100

UML

UML ist eine Modellierungssprache für Software, die von ISO 19103 als Modellierungssprache für Geoinformation festgelegt ist.

Umlegung

Die Baulandumlegung ist ein Bodenordnungsverfahren nach dem BauGB die der Erschließung oder Neugestaltung von Grundstücken dient, so dass diese für Bauzwecke geeignet sind.

Umlegungsgebiet

Ein Umlegungsgebiet ist das Gebiet, in dem eine Baulandumlegung durchgeführt wird. Es kann aus räumlich getrennten Flächen bestehen.

Umlegungskarte

Die Umlegungskarte zeigt den zukünftigen Zustand eines Umlegungsgebietes, vor allem die neuen Grundstücksgrenzen und -bezeichnungen sowie die Flächen, die im Bebauungsplan als örtliche Verkehrs- und Grünflächen festgesetzt wurden. Gemeinsam mit dem textlichen Umlegungsverzeichnis bildet sie den Umlegungsplan.

Umlegungsplan

Der Umlegungsplan besteht aus Umlegungskarte und Umlegungsverzeichnis und veranschaulicht den künftigen Zustand eines Umlegungsgebiets mit allen tatsächlichen und rechtlichen Änderungen. Umlegungspläne müssen inhaltlich und förmlich zur Übernahme in das Liegenschaftskataster geeignet sein.

Umweltdatenkatalog

Der Umweltdatenkatalog (UDK) ist eine Gemeinschaftsinitiative des Bund-Länder-Arbeitskreises UIS und enthält Metainformation über die umweltrelevanten Datenbestände in den Umweltverwaltungen der Bundesländer und des Bundes. Das Ziel des Projekts ist eine umfassende Übersicht und die Ermöglichung eines effektiven Zugriffs auf Umweltinformationen.

Umweltinformationsgesetz

Das Umweltinformationsgesetz (UIG) ist seit 2001 in Kraft und setzt eine EU-Richtlinie von 1990 um. Das Ziel des Gesetzes ist die Verpflichtung von Behörden, den Bürgern freien Zugang zu Umweltinformationen zu gewähren und auf Antrag Auskünfte über den Zustand von Gewässern, Böden, der Luft sowie der Tier- und Pflanzenwelt und der natürlichen Lebensräume zu erteilen.

Umweltinformationssystem

Ein Umweltinformationssystem (UIS) ist ein erweitertes GIS, das der Erfassung, Speicherung und Präsentation von raum-, zeit- und inhaltsbezogenen Daten dient und dabei den Zustandes der Umwelt hinsichtlich Belastungen und Gefährdungen beschreibt. UIS bestehen aus mehreren Fachinformationssystemen (FIS) und werden als Informationssysteme in der Verwaltung und in Unternehmen der freien Wirtschaft eingesetzt.

UNESCO

Die United Nations Educational, Scientific and Cultural Organization fördert im Auftrag der Vereinten Nationen weltweit Bildung, Wissenschaft, Kommunikation, Information und Kultur. Sie ist in Deutschland vor allem für die Ausweisung von Flächen des Weltkulturerbes bekannt.

Uniform Resource Locator (URL)

Eine URL ist eine Adress-Zeichenkette, die eindeutig auf eine Seite des Internet (bzw. eine Netzwerk-Ressource) verweist.

UTM

Die Universale Transversale Mercator-Abbildung UTM beruht auf dem GRS80, ein an die Erdoberfläche bestangepasstes Referenzellipsoid. Sie ist eine transversale Zylinderprojektion und wird das Gauß-Krüger-System langfristig ablösen.

Vektordaten

Vektordaten liefern die Angaben zur Erstellung von Vektorgrafiken. Dies können Richtung, Position, Farbe und Stärke einer Linie oder die Position und Oberflächenfarbe einer Fläche sein.

Vektorgrafik

Eine Vektorgrafik besteht aus den grafischen Primitiven Punkt, Linie und Fläche und wird mit den Angaben von Vektordaten erzeugt. Anders als Rasterbilder können Vektorgrafiken beliebig transformiert (d.h. gedreht, skaliert und verschoben) werden, ohne dass ein Qualitätsverlust in der Darstellung auftritt.

vermessungstechnischer Raumbezug

Durch den vermessungstechnischen Raumbezug ist landesweit jede Position nach Lage, Höhe und Schwere bestimmbar. Er dient als Grundlage sowohl katastertechnischer als auch ingenieurtechnischer Vermessungen.

Versionierung

Versionierung ist die zeitlich geordnete Veränderung von Produkten (insbesondere Software-Programme und Webdienstleistungen) durch die Fortführung und Verbesserung.

Verwaltung

Die öffentliche Verwaltung (auch Administration genannt) dient dem Vollzug von Vorschriften und ist ein unerlässlicher Bestandteil des gesellschaftlichen Zusammenlebens.

Verzeichnisdienst

Ein Verzeichnisdienst ist eine zentrale Datenbank in einem Netzwerk oder Rechnersystem, die Informationen verwaltet.

Vogelschutzrichtlinie (VschR)

Die europäische Vogelschutzrichtlinie ist seit 1979 in Kraft und regelt die Ausweisung von Vogelschutzgebieten, in denen wild lebende Vögel unter besonderem Schutz stehen. Gemeinsam mit FFH-Schutzgebieten bilden Vogelschutzgebiete das Schutzgebiete-Netz Natura 2000.

WCS

Der Web Coverage Service (WCS) ist ein von der OGC eingeführter Standard zum Zugriff auf Rasterkartenarchive (sogenannte Coverages). Damit ist der WCS ebenso wie der WFS (Web Feature Service) eine Ergänzung zum WMS (Web Map Service).

Web Catalogue Service

Der Web Catalogue Service ist eine von der OGC definierte Implementationsspezifikation zur Recherche nach Geoinformationsdiensten und Geodaten.

Web Pricing and Ordering Service (WPOS)

Der Web Pricing and Ordering Service (WPOS) dient dem schnellen und einfachen Erwerb von Geodaten. Es umfasst alle Bereiche des Online-Vertriebs wie Preise, Bestellung und Auslieferung.

Web Service Description Language (WSDL)

Die Web Services Description Language (WSDL) definiert eine plattform-, programmiersprachen- und protokollunabhängige XML-Spezifikation zur Beschreibung von Netzwerkdiensten zum Austausch von Nachrichten.

Web Terrain Service (WTS)

Der Web Terrain Service wird derzeit noch von der OGC diskutiert. Angestrebt wird auch hierfür die Spezifikation eines Standards. WTS soll auf WMS, WCS, WFS und SLD zugreifen.

WFS

Der Web Feature Service (WFS) ist ein von der OGC eingeführter Standard zum internetgestützten Zugriff auf Vektordatenbanken. Damit ist der WFS eine Ergänzung zum WMS (Web Map Service). Der WFS ermöglicht in einer speziellen Version auch Veränderungen an den dargestellten Objekten durch die Benutzer.

WGS 84

Das World Geodetic System 1984 (WGS 84) ist ein aus Satellitenbeobachtungen hergeleitetes Rotationsellipsoid. Es dient als geodätische Grundlage für verschiedene Anwendungen, u.a. für das GPS-System oder zur Erdvermessung. 

WMS

Unter Web Map Service (WMS) ist die internetgestützte Erstellung von Karten innerhalb eines verteilten Geoinformationssystems zu verstehen. Die visualisierten Daten werden als Rasterkarte wiedergegeben. Die WMS-Spezifikation wurde von der OGC verabschiedet.

Wasserschutzgebiet

In Wasserschutzgebieten sind nur Nutzungen zugelassen, die das Trinkwasser nicht gefährden. Für Industrie, Gewerbe, Abfallbeseitigung, Abwasser, Verkehr, Besiedlung, Rohstoffabbau und Landwirtschaft gelten gewisse Beschränkungen

XML

Die Extensible Markup Language XML (Erweiterbare Auszeichnungssprache) ist ein Standard des W3C zur Erstellung maschinen- und menschenlesbarer Dokumente in Form einer Baumstruktur und wird im Bereich der Geo-Webdienste als plattformunabhängiges Austauschformat eingesetzt. Die Ziele bei der Entwicklung von XML umfassten die problemfreie Nutzung von XML-Dokumenten im Internet, die Unterstützung einer breiten Palette von Anwendungen und Kompatibilität mit der verwandten Sprache SGML.

XPlanung

XPlanung ist eines der Modellvorhaben im Rahmen der Geodateninfrastruktur Deutschland (GDI-DE) für die Belange der Raumplanung. Es wird von den E-Government-Initiativen Deutschland-Online und Media@Komm-Transfer / Media@Komm-Innovation unterstützt. Ziel ist eine Standardisierung von Datenmodellen, Austauschformaten und Visualisierung von Bauleitplänen und Raumordnungsplänen. Dadurch sollen unter anderem Verwaltungsvorgänge der Bauleitplanung kostengünstiger und schneller ablaufen.

WMC

Ein Web Map Context (WMC) Dokument ist eine vom Open Geospatial Consortium (OGC) standardisierte XML Datei. In dem Dokument kann die aktuelle Kartenansicht (Kartenausschnitt und Layer) eines WMS-Viewers gespeichert werden. Eine so abgespeicherte Kartenansicht kann jederzeit durch das Laden des WMC-Dokuments wiederhergestellt werden.

Downloaddienst

Dienste, die das Herunterladen und, wenn durchführbar, den direkten Zugriff auf Kopien von Geodaten ermöglichen.

Geodatendienste

Geodatendienste sind vernetzbare Anwendungen, welche Geodaten und Metadaten in strukturierter Form zugänglich machen.

Es gibt Suchdienste, Darstellungsdienste, Downloaddienste und Transformationsdienste.

Suchdienst

Suchdienste ermöglichen es, auf der Grundlage des Inhalts entsprechender Metadaten nach Geodaten und Geodatendiensten zu suchen und den Inhalt der Metadaten anzuzeigen.

Darstellungsdienst

Darstellungsdienste ermöglichen es, darstellbare Geodaten anzuzeigen, in ihnen zu navigieren, sie zu vergrößern oder zu verkleinern, zu verschieben, Daten zu überlagern sowie Informationen aus Legenden und sonstige relevante Inhalte von Metadaten anzuzeigen.

Geoportal

Ein Geoportal ist eine elektronische Kommunikations-, Transaktions- und Interaktionsplattform, die über Geodatendienste und weitere Netzdienste den Zugang zu den Geodaten ermöglicht.

Netzdienste

Netzdienste sind netzbasierte Anwendungen zur Kommunikation, Transaktion und Interaktion.

GeoMIS

Ein Geodaten-Metadaten-InformationsSystem (GeoMIS) ist ein Metadaten-Informationssystem für Geodaten, das Auskunft gibt über die vorhandenen Datenbestände.

AG GDI-BE

Arbeitsgruppe der Geodateninfrastruktur Berlin. Die AG GDI-BE ist das Landesgremium der Geodateninfrastruktur Berlin und übernimmt die Aufgaben des Projektausschusses der Konzeptionsphase.

Annex

Unterschiedliche Anhänge zu betroffenen Geodatenthemen der INSPIRE Rahmenrichtlinie. Die Anhänge enthalten grundlegende und hauptsächlich umweltrelevante Themenbereiche wie Umweltüberwachung und Schutzgebiete oder auch Bodennutzung. Die Geodaten zu den Anhängen sollen schrittweise in einer gemeinsamen Geodateninfrastruktur bereitgestellt werden. Diese Aufgaben werden zeitlich gestaffelt in einzelne Schritte unterteilt und den unterschiedlichen Annexen zugewiesen.

Applikationsprofil

Die Standards des Open Geospatial Consortiums (OGC) definieren die Schnittstelle zum Austausch von Geodaten mittels Webdiensten. Hierbei werden die für die Definition dieser Schnittstelle mindestens erforderlichen Parameter festgelegt. Dies führt dazu, dass eine gewisse Anzahl an Freiheitsgraden in dem Standard enthalten ist, die von einem Dienst in unterschiedlichem Umfang genutzt und teilweise auch unterschiedlich interpretiert werden kann.

Damit innerhalb einer Geodateninfrastruktur ein hohes Maß an Interoperabilität erreicht wird und den Nutzern gleichartige Dienste zur Verfügung gestellt werden können, werden in einem Konsensprozess diese Freiheitsgrade eingeschränkt beziehungsweise weitere Vereinbarungen bezüglich einer Schnittstelle getroffen und in Form eines Applikationsprofils zu einem OGC-Standard verabschiedet.

BE/BB-Profil

Berlin-Brandenburg spezifische Festlegung von Parametern zum reibungsfreien Austausch von Metadaten. Motivation für die Entwicklung eines solchen Profiles ist, dass es für eine Anwendergemeinschaft gemeinsame Anforderungen an einen Metadatenstandard gibt. Mittels der Schaffung eines Profiles wird erreicht, dass dieselben Erweiterungen innerhalb der Anwendergemeinschaft genutzt werden und somit Mehrarbeit vermieden wird.

Datenspezifikation

Im Sinne der Geodateninfrastruktur regeln diese auf der Ebene der Datenmodellierung, wie die betroffenen Geodaten bereitzustellen sind. Die Datenspezifikationen werden dann als Teil einer Durchführungsbestimmung durch die Europäische Kommission verabschiedet.Die Erstellung dieser Datenspezifikationen erfolgt auf Grundlage der ISO 191xx Normenreihe und weiterer, darauf aufbauender Rahmendokumente (erstellt durch das Expertenteam "Datenspezifikationen"), die eine Gleichartigkeit in der Datenmodellierung gewährleisten sollen.

Discovery Service

Ist ein Katalogservice. Siehe CS-W

DNM

Digitales Navigationsmodell, welches nicht-amtliche topographische Basisnavigationsdaten vom Gebiet der Länder Brandenburg und Berlin zur Verfügung stellt.

Durchführungsbestimmungen

Die Durchführungsbestimmungen sind Teil der INSPIRE-Richtlinie und umfassen die stabilen Anforderungen, regeln das Minimum, das für die Implementierung der Anforderungen der INSPIRE-Richtlinie erforderlich ist, und gelten unmittelbar in jedem Mitgliedstaat. Sie werden als Verordnungen oder Entscheidungen erlassen.

EFRE

Der Europäische Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) ist ein wichtiger Strukturfond der Europäischen Union, der für den wirtschaftlichen Aufholprozess der ärmeren Regionen sorgen soll. Um dies zu realisieren, werden unter anderem mittelständische Unternehmen unterstützt, damit dauerhafte Arbeitsplätze geschaffen, Infrastrukturprojekte durchgeführt und technische Hilfsmaßnahmen angewandt werden.

Fachportal

Ein Portal speziell auf eine Fachrichtung / Interessengebiet ausgerichtet.

GAP

Das Geoservice Application Profile (GAP) der GDI Berlin/Brandenburg ist ein abgestimmtes Anwendungsprofil, welches die technisch-fachlichen Details der Informationsinfrastruktur namens Geodaten-Infrastruktur beschreibt.

GDI

Geodateninfrastruktur ist eine Infrastruktur bestehend aus Geodaten, Metadaten und Geodatendiensten, Netzdiensten und -technologien, Vereinbarungen über gemeinsame Nutzung, über Zugang und Verwendung sowie Koordinierungs- und berwachungsmechanismen, -prozesse und -verfahren mit dem Ziel, Geodaten verschiedener Herkunft interoperabel verfügbar zu machen.

GSC

Zur Steigerung der Effizienz beim Aufbau und der Nutzung der Geodateninfrastruktur Brandenburg wurde ein GeoServiceCenter (GSC) eingerichtet. Das GSC bei der Landesvermessung und Geobasisinformation Brandenburg und bei der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Berlin ist die Anlaufstelle für alle Belange beim Aufbau der Geodateninfrastruktur. Es berät und unterstützt die Landesverwaltung, Kreise, Kommunen, Wirtschaft, Wissenschaft und Forschung bei allen Fragen der Geoinformationswirtschaft.

Gitternetz

Als Gitternetz bezeichnet man in der Geometrie, Geographie und Kartographie ein Netz aus sich in der Regel im gleichen Abstand schneidenden Linien. Als Linie in diesem Zusammenhang versteht man nicht in jedem Fall Geraden, sondern z. B. auch Längenkreis und Breitenkreis. Anwendungsbeispiele für Gitternetze sind amtliche (topografische Karten), Spezialkarten, u.a.

Guidelines

Die Guidelines oder Guidance-Dokumente sind rechtlich nicht verbindlich und regeln technische Details zu den Spezifikationen / Schnittstellen / Kodierungen auf der Basis von Normen und Standards, und werden bei Bedarf (z.B. Änderungen der Technologien) aktualisiert.

HTTPS

HTTPS steht für HyperText Transfer Protocol Secure und ist ein Verfahren, um Daten im World Wide Web sicher zu übertragen.

IMAGI Bbg

Der IMAGI Bbg ging aus dem IMAGI GIB hervor. Der Interministerielle Ausschuss für das Geoinformationswesen Brandenburg setzt sich zusammen, aus jeweils einem Vertreter aus jedem Ressort, jeweils einem Vertreter aus den kommunalen Spitzenverbänden und einem Vertreter des GeoServiceCenter.

Näheres erfahren Sie hier.

Infrastrukturknoten (ISK)

Der Infrastrukturknoten greift auf verschiedene Geodatenquellen zu, erzeugt daraus Geodienste (sogenannte OGC Web Services oder kurz: OWS) und stellt diese bereit. Konkret erfüllt der ISK die folgenden Aufgaben: Auslieferung von Kartengrafiken (? WMS), Auslieferung von Geodaten (? WFS), Auslieferung von Sachdaten (? GetFeatureInfo) Die Geodienste können im zugehörigen Geoportal, in einem lokalen GIS oder auch in anderen Geoportalen genutzt werden.

Koordinatenreferenzsystem

Ein Koordinatenreferenzsystem oder Koordinatenbezugsystem , ist ein Koordinatensystem, das durch Verknüpfung mit einem Datum auf die reale Welt bezogen ist. Zur Beschreibung der Erde wird das Geodätische Datum oder Vertikale Datum verwendet.